Urologisches Zentrum Kaltenkirchen

Sterilisation

Hier erhalten Sie einen umfassenden Überblick über den Ablauf, die Vorteile und wichtige Informationen rund um die Vasektomie. Ich empfehle Ihnen, sich vor dem persönlichen Beratungsgespräch kurz mit den grundlegenden Inhalten vertraut zu machen damit wir gemeinsam alle Fragen vor dem Eingriff besprechen können.

Die Vasektomie (Sterilisation/Vasoresektion)

Die Vasektomie ist der häufigste ambulante Eingriff in meiner Praxis und stellt heute die langfristig einfachste und effektivste Methode zur Empfängnisverhütung dar. Ich führe diesen kleinen Eingriff seit Jahren erfolgreich durch und bin überzeugt, auch Ihnen eine professionelle operative Lösung zur Sterilisation bieten zu können.

Die Vasektomie dauert in der Regel ca. 20 Minuten. Sie sollten 48 Stunden nach dem Eingriff zur weitgehenden körperlichen Schonung einplanen. Alle Details werden Ihnen in einem ausführlichen Vorgespräch erklärt.

Häufig gestellte Fragen zur Vasektomie

Der Eingriff erfolgt ausschließlich in lokaler Betäubung. Sie sollten vorher ausreichend trinken und leichte Kost zu sich nehmen. Eine Vollnarkose wird bei diesem Eingriff nicht empfohlen.

Der Eingriff ist ausnahmslos eine Selbstzahlerleistung – unabhängig vom Versicherungsstatus. Im Gesamtpreis sind die notwendige Voruntersuchung, die präoperative Aufklärung, die operative Leistung sowie die Nachkontrolle enthalten.

In Ausnahmefällen kann es zu Komplikationen kommen. Zum Beispiel muss bei einer postoperativen Infektion des Nebenhodens eine antibiotische Therapie erfolgen. In diesem Fall – und auch bei allen anderen Komplikationsarten – übernimmt Ihre Krankenversicherung die Behandlungskosten.

Eine Rasur im Intimbereich ist zwingend notwendig, um eine gute Wundheilung zu ermöglichen.

Nein. Es müssen Kontrollen des Ejakulats im Verlauf erfolgen. In der Regel ist die erste Abgabe einer Probe nach 6–8 Wochen empfohlen. Insgesamt werden drei negative Proben benötigt, um Ihnen mit Sicherheit den Erfolg der Operation bescheinigen zu können. Nicht selten finden sich für eine gewisse Zeit noch abgestorbene Spermien in den Proben.

Die Fäden werden eine Woche nach dem Eingriff entfernt.

Es kann vorübergehend zu Blutablagerungen im Ejakulat kommen, diese verschwinden jedoch nach kurzer Zeit. Anschließend werden Sie weder in der Menge noch in der Optik des Ejakulats einen Unterschied feststellen können, da der Großteil des Ejakulatvolumens aus der Prostata und den Samenblasen stammt.

Der Eingriff ist dank der Betäubung in der Regel schmerzfrei. Nach dem Eingriff können leichte Schmerzen oder Schwellungen auftreten, die jedoch schnell abklingen.

Die meisten Männer können nach ca. zwei Tagen wieder ihren normalen Aktivitäten nachgehen. Schweres Heben und anstrengende körperliche Aktivitäten sollten jedoch für etwa eine gute Woche vermieden werden.

Schwimmen und Saunieren sollte für zwei Wochen unterlassen werden.

Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es Risiken, darunter Infektionen, Blutergüsse oder seltene Komplikationen wie chronische Schmerzen. Ihre Fragen zu dem Thema beantworte ich gerne beim Aufklärungsgespräch vor der Operation.

Obwohl eine Vasektomie als dauerhafte Verhütungsmethode gedacht ist, kann sie in einigen Fällen rückgängig gemacht werden. Der kostenpflichtige Eingriff nennt sich Vasovasostomie und wird unter mikrochirurgischen Bedingungen durchgeführt. Die Erfolgsrate der Rückoperation ist jedoch nicht garantiert. Daher sollte die Vasektomie nicht als vorübergehende Verhütungsmethode genutzt werden.

Die Vasektomie hat keine Auswirkungen auf die Sexualfunktion. Die Produktion von Hormonen und die Fähigkeit, eine Erektion zu bekommen, bleiben unverändert.